#045 - Der Mann und sein Friseur
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00:00:01: Für viele Männer da draußen gibt es wahrscheinlich nur drei gute Gründe, um mal wieder zum Friseur zu gehen.
00:00:09: Erster Grund in aller Ruhe den Playboy die Bildzeitung lesen zu können ohne dass ein Mitmensch vorwurfsvoll die Augenbraue hebt.
00:00:20: Zweiter Grund ganz wichtig den Klatsch und Tratsch aus der Nachbarschaft mitbekommen.
00:00:27: und drittens die Männer auf dem Kopf zu bändigen und mal wieder die Ohren und die Nasen frei zu rasieren.
00:00:36: Tatsächlich gibt es auch noch einen vierten Grund, der den meisten Männern wahrscheinlich gar nicht so bewusst ist, der aber sehr, sehr interessant ist und ganz wundervoll zum Thema harte Hunde weiche Eier passt.
00:00:54: Und deswegen plaudere ich in dieser Folge darüber, was dieser vierte Grund ist.
00:01:02: Und nein!
00:01:04: Es ist ausdrücklich nicht wahr, dass mein Friseur – aus purer Dankbarkeit für diese Folge – für das undulieren meiner Rückenbehaarung fünfzig Prozent weniger berechnet hat als sonst üblich.
00:01:53: Hallo und herzlich willkommen!
00:01:56: Ich bin Christian Aufenkolk.
00:01:58: Und wow, ja das war mal eine lange Pause.
00:02:02: Ziemlich genau zehn Monate ist das her, dass ich die letzte Folge veröffentlicht habe... ...und auch wenn mein Mikrofon mich neben meinem Schreibtisch immer etwas furchtvoll angeschaut hat, hatte ich in den letzten Monaten nicht so richtig den Drang neue Folgen aufzunehmen.
00:02:21: Das hat auch viel damit zu tun gehabt, dass ich für ein neues Projekt ziemlich eingespannt war.
00:02:27: Dass sehr viel Kraft und sehr viel Energie gekostet hat.
00:02:30: Ein ziemlich neues Projekt, wo wir erstmal herausfinden mussten in welche Richtung das überhaupt geht, welcher Aufwand da ist... Ja!
00:02:41: Und da blieb nicht viel Energie übrig.
00:02:45: Ich habe mir gesagt oder das ist etwas, das mache ich eigentlich jetzt schon seit einigen Jahren, dass wenn ich nicht die Energie und die Lust und die Freude dazu habe etwas zu machen, das sich dann auch bleiben lasse.
00:02:59: Weil ich meiner Meinung nach, da hat niemand was davon, wenn ich hier einfach nur Folgen produziere um des Produzierens von Folgenwillens.
00:03:11: Das ist so'n bisschen wie beim Schenken an Weihnachten oder an Geburtstagen.
00:03:16: Ich hab mir ja angewöhnt auch mal keine Geschenke zu machen, wenn ich nicht wirklich irgendeine gute Idee habe mit dem ich jemanden eine Freude machen kann.
00:03:27: Ich persönlich finde es immer ganz furchtbar wenn ich dann auf Amazon oder auf Rossmann Gutscheine zurückgreifen muss.
00:03:34: das ist dann mehr Verlegenheit.
00:03:36: auch wenn ich weiß dass die Menschen diesen Gutschlein durchaus verwenden können ist das nicht so mein Ding und genauso war das auch in den vergangenen Monaten.
00:03:47: Jetzt allerdings, spannenderweise haben sich die Zeichen gemähert.
00:03:54: Immer mehr Menschen haben mich darauf angesprochen wann denn jetzt die nächste Folge kommt wie es denn jetzt weitergeht mit dem Podcast.
00:04:01: erst Kolleginnen und Kollegen dann ein guter Freund der gefragt hat Mensch wann machst du immer wieder eine neue Folge?
00:04:10: Und so ging das die ganze Zeit weiter bis dann tatsächlich auch noch vor nur gut drei, vier Wochen mein Friseur mal wieder gefragt hat und erste Mal wieder eine neue Folge veröffentlicht.
00:04:24: Ja, dann habe ich mir gedacht offensichtlich scheint der Bedarf und der Wunsch danach groß zu sein ja... Und hier und heute bin ich wieder da!
00:04:35: Ich habe auch das Gefühl dass ich wieder Lust und Freude daran habe Vor allem Weil es so viele spannende Themen gibt und damit meine ich nicht dieses Thema was jetzt vor ein paar Wochen hier hochgekocht ist in den Medien mit dem Thema toxische Männlichkeit, deepfake Pornogeschichten usw.
00:04:56: Darüber werde ich sicherlich auch noch mal etwas sagen aber darum geht's mir eigentlich weniger.
00:05:02: In dieser Folge geht es mir nämlich um etwas das mehr bewusst geworden ist, als ich mal wieder bei dem Friseur meines Vertrauens gesessen bin.
00:05:13: Und das Spannende daran ist... Ich gehe ja schon seit vielen, vielen Jahren zum Friseurs.
00:05:18: Ich bin ja auch schon ein bisschen älter als so manche andere da draußen aber dieser Friseure der mir ja den Zufall in den Schoß geworfen hat mehr oder weniger Das is einer der besten Friseüre die ich jemals im meinem Leben hatte.
00:05:37: Es gab eine ganz, ganz tolle Friseurin in Heilbronn die mit einer Hingabe ihren Beruf ausgeübt hat und ich hoffe mal dass sie ihn immer noch ausübt.
00:05:49: Und da hat man einfach die Leidenschaft und die Freude gemerkt.
00:05:53: das ist eben das was ich eingangs gesagt habe.
00:05:55: Die Freude an dem was man tut konnte Man bei der Friseuren Friseure Meisterinnen wirklich merken.
00:06:04: Und als ich hier in den Norden gezogen bin, habe ich mich ein bisschen schwer getan.
00:06:08: Hier gibt es auch jede Menge Friseurinnen und Friseure aber die meisten machen Standard-Herrenschnitte innerhalb von fünfzehn bis zwanzig Minuten.
00:06:19: Die sind dann verhältnismäßig günstig.
00:06:20: um die Zwanzig, Fünfundzwanzig Euro.
00:06:22: gut kann man nix sagen auch nicht schlecht geschnitten.
00:06:25: Aber dank Corona bin ich dann auf diesen Friseurs in einem Nachbarort gestoßen, ungefähr dreißig Kilometer entfernt von dem Ort wo ich wohne.
00:06:35: Ja und erst seine Kolleginnen und später auch eher beide sind voller Hingabe.
00:06:43: Friseurinnen und Friseure.
00:06:45: da geht es nicht mal eben husch husch und hier und da sondern akkurat auf den Millimeter genau geschnitten und geguckt.
00:06:54: Da geht es darum was der Kunde, was die Kundin davon berichtet wie sich die Frisur angefühlt hat.
00:07:03: da geht's darum zu sagen können wir irgendwas besser machen?
00:07:08: ist irgendwas aufgefallen?
00:07:09: ich habe eine idee wie wir das machen können und dann wird das umgesetzt und das ist etwas was ich so in der Form bei meiner Friseurin in Heilbronn kannte, aber ansonsten sehr selten angetroffen habe.
00:07:24: Dieser Friseuer, den Osterholz Buschhausen wer gerne wissen will wie dieser Friseure heißt und wo er ist kann mir gerne eine persönliche Nachricht schicken dann gebe ich das gerne weiter.
00:07:38: Dieser friseur da haben wir uns unterhalten drüber im Hintergrund läuft immer Der Fernseher in dem Fernseer ist immer irgendeine Sportübertragung, je nachdem was gerade aktuell ist entweder Tennis oder Radfahren oder Billiard.
00:07:55: Eins von den dreien läuft eigentlich immer und wir haben uns ein bisschen unterhalten.
00:07:59: und ohne dass ich großartig Nachgebohrt habe fängt er auf einmal an zu erzählen.
00:08:05: und das war eine sehr spannende Geschichte denn er erzählt von Männern die zu ihm kommen und mit ihm Dinge, Geschichten teilen die wahrscheinlich sonst niemand weiß.
00:08:22: Und er hat das so ganz am Rande erwähnt wie soll ich sagen total unaufgeregt auch ohne irgendwelche Effekthascherei.
00:08:31: Wie gesagt wir sind irgendwie ins Gespräch darüber gekommen Wir unterhalten uns über Gott und die Welt und sind in irgendeiner Form darauf gekommen und er beginnt eben zu erzählen, wie erst vor ein paar Tagen wieder jemand bei ihm gesessen ist.
00:08:46: Und... Ein paar Dinge erzählt hat die sicherlich nicht leicht gewesen sind loszuwerden und Wie dieser Mann auch dann die eine oder andere Träne vergossen hat beim Friseur.
00:09:00: Ja das ist schon irgendwie was ganz besonderes.
00:09:05: Wir haben dann auch schnell über andere Sachen wieder gesprochen.
00:09:08: Aber diese Bemerkung, das was er erzählt hat, das blieb bei mir hängen und ich wusste damals schon dass ich auf jeden Fall wenn ich wieder anfange mit den Sendungen eine Sendung machen werde die sich mit diesem Thema beschäftigt.
00:09:27: der Mann und der Friseur.
00:09:30: Warum ist es so spannend oder Was finde ich persönlich so spannend daran?
00:09:36: Nun, ich glaube und ich sehe dass viele Männer immer mehr unter immer größerem Druck geraten.
00:09:48: Der Druck wie in einem Tee-Kessel immer weiter anwächst und viele Männer eben keine Möglichkeit sehen diesen Druck in irgendeiner Form abzulassen.
00:10:03: Ich habe schon oft darüber gesagt und viele Frauen werden das vielleicht nicht verstehen, aber Männerfreundschaften sind etwas ganz anderes als Frauenfreundchaften.
00:10:16: Auch wir Männer haben den besten oder die besten Freunde.
00:10:21: allerdings im Gegensatz zu vielen Frauen können wir uns mit unseren besten Freunden in der Regel nicht über Dinge unterhalten, die uns auf der Seele liegen.
00:10:35: Warum das so ist?
00:10:36: Auch darüber habe ich schon oft gesprochen.
00:10:38: Es ist dieses Bild des Mannes Das Selbstbild oder das Bild des Manes, dass uns eingehemmert worden ist.
00:10:47: Dass da sagt Gefühle zeigen Ist ein Zeichen von Schwäche Und Ich bin ein Mann Ich darf keine Schwäche zeigen.
00:10:58: Ich bin ein Mann, ich halte das aus und wenn ich jetzt anderen Männern selbst meinen guten Freunden gegenüber eine Form von Schwäche zeige indem ich ihnen meine innersten Gefühle sage vielleicht sogar die eine oder andere Träne vor ihnen vergiese dann mache ich mich erstens zu einem Schwächling gegenüber meinen Freunden und zweitens Darüber denken viele Männer wahrscheinlich gar nicht nach.
00:11:28: Bringe ich meine Freunde auch noch in eine unangenehme Situation, denn die meisten Männer wissen nicht wie man in so einer Situation reagiert, wie man mit so einer situation umgehen soll.
00:11:43: Da ist auf einmal mein bester Freund wir wollten eigentlich was trinken gehen und dann erzählt er mir von seinen seelischen Problem fängt das Wein an und ich stehe daneben weiß nicht, was ich machen soll.
00:11:59: Ich bin mir ziemlich sicher das einige Männer so etwas in irgendeiner Form, irgendeine Art schon mal erlebt haben und ich bin mir auch ziemlich sicher dass einige Männer schonmal dieses Gefühl der Hilflosigkeit hatten gegenüber einem Mann, der sich weich und verletzlich gezeigt hat.
00:12:24: Frauen können das deswegen nicht verstehen oder viele Frauen können es deshalb nicht verstehen, weil es als Frau viel leichter ist die Gefühle zu zeigen mit der besten Freundin über intimste Gefühlen zu reden.
00:12:42: Das ist in der Frauenwelt durchaus üblich allerdings für uns Männer eine Ein Bereich, eine No-Go ihrer Gefühle zeigen über Gefühlesprechen.
00:12:59: Das haben die meisten Männer von uns bis zum heutigen Tag nicht gelernt und das Fatale daran ist dass wir Männer genauso wie Frauen Wesen sind, die jeden Tag Gefühlen ausgesetzt sind.
00:13:20: Wir Männer sind genauso gefühlen von Freude, Angst, Schuld, Scham, Stolz ausgesetzt wie es Frauen auch sind.
00:13:32: Nur haben wir Männer in der Regel die Herausforderung dass wir diese Gefühle nur schwer zum Ausdruck bringen können.
00:13:44: Es gibt verschiedene Arten Ventile wie Männer, diese Emotionen die sich in ihnen am sammeln.
00:13:56: Ich musste gerade aus dem Fenster gucken.
00:13:58: da ist eine Amsel deswegen am Sammeln.
00:14:04: also es gibt verschiedene Ventile Wie Männer diesen Überdruck angefühlen los werden können wie sie ihn regulieren.
00:14:17: Da fällt mir zum Beispiel das Thema Fußball ein.
00:14:20: Wenn Männer im Stadion sind, und wer schon mal im Stadeon war, Fußballstadion der weiß wie es dazu geht.
00:14:28: hier sind Emotionen pur.
00:14:31: Freude und Trauer liegen nirgendwo dichter bei Sammen als auf dem Fußballplatz.
00:14:38: Und diese Emotionen kann ich in einem Stadion, das zu achtzig Prozent aus Männern besteht natürlich wundervoll ausleben.
00:14:46: Ich darf schreien!
00:14:47: Ich darf weinen!
00:14:49: Ich durfte tanzen und singen.
00:14:53: All diese Dinge die mir dabei helfen den Druck in mich loszuwerden.
00:15:01: Kurze Anmerkung, auch in einem Stadion darf ich nicht unbedingt den Menschen links und rechts neben mir – auch wenn sie den gleichen Schal tragen wie ich – über meine privaten Probleme erzählen.
00:15:13: Denn auch da gilt das Gleiche wie sonst auch.
00:15:17: die meisten Männer sind mit solchen Situationen überfordert.
00:15:27: mich meine frau betrügt dass ich meine arbeit verloren habe.
00:15:31: dann wird das in der regel über ein bion einen schnapps gelöst indem wir sagen wir freuen und dann sagen naja komm wird schon wieder kopf hoch kommen wir trinken noch ein ist natürlich nicht wirklich hilfreich.
00:15:44: so fußball stadion es eine möglichkeit um emotionalen druck innerhalb eines mannes loszulassen.
00:15:55: Ein weiteres von Männern gerne verwendetes Ventil ist das Thema Sport.
00:16:00: Sport in jeglicher Art, sei es Laufsport, Fahrradfahren, Kraftsport – ganz egal!
00:16:09: Sport wird von Männeren sehr, sehr gerne verwindet um ihre Gefühle und die Emotionen, die sich innerhalb ihres Körpers abspielen einigermaßen zu regulieren.
00:16:28: Männer verwenden sehr viel Zeit darauf, Sport zu machen.
00:16:34: Viele behaupten ja es geht darum dass mein Körper gut aussieht und das ich gesund bin.
00:16:40: Witzigerweise wenn man manche Männern zuschaut wie sie Sport treiben ist da überhaupt nichts von einem gesunden Gesichtsausdruck zu sehen.
00:16:48: Das Gesicht zur Faust geballt wird Meter über Meter abgespult und die Köpfe hochrot, ob das so gesund ist, sei mal dahingestellt.
00:16:59: Es ist eine Form des Ventils, eine Möglichkeit Gefühle zu regulieren, die der Mann sonst nicht rauslassen kann.
00:17:09: Dazu gehört auch das Thema Drogen im weitesten Sinne.
00:17:15: Alkohol ist natürlich eine sehr beliebte Form sich abzulenken oder andere Drogen, die es da noch dazu gibt.
00:17:29: Das Thema mit den Drogen händ ich wie beim Sport auch ist aber ein... Wie soll ich sagen?
00:17:38: Eigentlich ist das kein richtiges Ventil weil weder beim Sport noch beim Trinken kann ich meine Gefühle rauslassen.
00:17:47: Das ist der Unterschied zum Fußballstadion.
00:17:49: Im Fußballstadionen kann ich tatsächlich meine Gefülle raus lassen.
00:17:52: Meine Freude, mein Wut, meinen Ärger zumindest zu einem gewissen Grad, aber beim Sport oder auch beim Konsumieren von Alkohol kann ich das eben nicht.
00:18:07: Sport und Alkohl dienen in dieser Situation eher dazu um das zu überdecken was in mir drin ist.
00:18:19: Es ist eine Form der Flucht.
00:18:21: Ich fliehe vor dem, was in mir drin ist, vor den Gefühlen in mir mit denen ich nicht umgehen kann weil ich es nie gelernt habe.
00:18:29: also fliege ich vor diesen Gefühle indem ich mich ablenke durch Sport durch Arbeit.
00:18:37: das ist auch so ein Ventil.
00:18:39: ich gehe viel und intensiv arbeiten um mich abzulenken oder ich betäube einfach meinen Körper und mein Geist indem mich übermäßig dem Genuss von hochwertigen oder minderwertigen Alkoholiker verschiedener prozentualer Stärke hingebe.
00:19:00: Was zum Henker hat das jetzt alles mit dem Friseur zu tun?
00:19:04: Dazu komme ich gleich, denn es ist wichtig nochmal zu verstehen dieser Druck der Druck den die Gefühle in einem Mann aufbauen All diese Gefühle, die in einem Mann genauso drin sind wie in einer Frau auch.
00:19:20: Der Mann aber nicht die Möglichkeit hat über diese Gefülle zu reden, sprich diesen Druck loszulassen muss aber in irgendeiner Form irgendwann mal diesen Druck loss werden.
00:19:36: Das ist wie bei einem T-Kessel wenn ich da alles zuhalte dann fliegt er mir irgendwann einmal in die Luft.
00:19:42: deswegen hat ja der T- Kessel auf so eine kleine Pfeife dran Und diese Pfeife, das ist der Spannende dieses Druckventil.
00:19:53: Das kann und ist wie ich selber mitbekommen habe auch der Friseur.
00:20:03: Der Friseuer ein Ventil ja durchaus eine ganz spannende Geschichte und ich könnte mir vorstellen dass viele Männer sich dessen gar nicht bewusst sind.
00:20:17: Viele Männer Schließe ich mich mit ein sind Gewohnheitstiere.
00:20:22: Viele Frauen werden das wissen, wenn wir Männer einen Lokal gefunden haben in dem wir uns wohlfühlen dann gehen wir da gerne immer wieder hin.
00:20:31: Wenn wir Männer eine Unterhosenmarke gefunden haben die uns gut gefällt Dann kaufen wir die Unterhose immer wieder.
00:20:39: Wenn wir Männer eine bestimmte Hemdenmarke finden haben Die uns passt dann kaufen wir das immer wieder sind Gewohnheitstiere.
00:20:50: Ich nehme hier nicht alle Männer in die Verantwortung, aber ich gehe mal davon aus dass die meisten Männer so wie ich Gewohnheitstiere sind.
00:20:58: wenn wir etwas gefunden haben was uns gefällt dann suchen wir nicht weiter.
00:21:03: dazu sind wir viel zu faul und so ist es auch mit dem Friseur.
00:21:09: Die meisten Männer kennen ihren Friseurs schon seit vielen Jahren Unter Umständen besser als so manche Kolleginnen oder so manchen Kollegen auf der Arbeit.
00:21:19: Mit Besser kennen meine ich nicht die intimsten Details, sondern eher das Thema.
00:21:26: Das ist ein Mensch mit dem bin ich vertraut.
00:21:30: den treffe Ich immer wieder alle vier alle fünf Wochen.
00:21:36: Das heißt zehn bis zwölf Mal im Jahr treffe ich mein Friseur und dadurch bildet sich eine Art Vertrauensbasis Und diese Vertrauensbasis ist eine spannende Grundlage dafür, dass unter Umständen der einen oder anderen Mann das Gefühl hat sich ein bisschen fallen lassen zu können.
00:22:01: Hier kommt der zweite Vorteil des Friseurs nämlich er hat keinen direkten Kontakt zur Familie.
00:22:10: in der Regel geht die Frau zu jemand anderem und nicht zum gleichen Friseur.
00:22:15: Und das heißt, ich habe hier einen relativ anonymen Ansprechpartner der mir vertraut ist.
00:22:24: Der aber nicht in mein soziales Netz eingebunden ist, dem ich mal die eine oder andere Sache erzählen kann ohne dass gleich die ganze Welt davon weiß.
00:22:35: Denn diese Dinge gehören nicht zum klatschen Tratsch und ein Friseur mit Verantwortung würde das nie als Klatschundtrage weiter tragen.
00:22:45: Und das wissen die meisten Männer, wo ich gerade so darüber nachdenke und rede fällt mir noch einen weiteren Beruf ein der diese vertrauensvolle Rolle zumindest in der Vergangenheit gehabt hat.
00:23:01: Das war der Barkeeper.
00:23:04: Denn an einer Bar kann sich der Mann auch mal fallen lassen Also im übertragenden Sinne nicht vom Hocker fallen.
00:23:16: Also im übertragenen Sinne sich fallen lassen und einer Person, sich öffnen von der er weiß, er wird sie nie wieder sehen und diese Person weiß nicht wer er ist.
00:23:26: also eine anonyme Situation Und so wird der Friseur zu einem Adventil Eine Möglichkeit für den Mann über seine Gefühle, über das was ihm beschäftigt Was ihm passiert zu reden ohne dass er daran Platz.
00:23:47: Denn das ist jetzt große Thema unserer Zeit, dass es das warum's auch diesen Podcast gibt!
00:23:53: Denn der Druck auf uns Männer vor allem auf die Männer die immer noch verzweifelt versuchen ihre Gefühle unter dem Deckel zu halten... Das wird liebe Männer nicht mehr lange gut gehen denn dieser Druck sich mit seinen Emotionen, mit seinen Gefühlen auseinanderzusetzen.
00:24:15: Dieser Druck wird in den kommenden Wochen und Monaten immer größer werden.
00:24:22: Das hat sehr viel damit zu tun dass die Art und Weise wie wir Männer mit dem Thema Gefühle zeigen umgehen das Gegenteil von dem ist was wir eigentlich sein wollen.
00:24:39: Es verhindert nämlich, dass wir frei sind.
00:24:44: Was meine ich damit?
00:24:46: Nun als Mann der sich die ganze Zeit verstellt und nicht offen über seine Gefühle sprechen kann.
00:24:53: wie soll dieser Mann jemals frei sein?
00:24:56: das tun was er wirklich tun will Kann er ja gar nicht weil er muss ja die ganze zeit etwas tun oder so tun eine maske vor sich halten um Darüber hinweg zu täuschen, dass er zum Beispiel gerade traurig ist.
00:25:12: Kann ja jetzt gerade nicht anfangen zu weinen wenn ich mit den Jungs in der Kneipe bin nur weil mich meine Frau betrogen hat.
00:25:20: aber es ist ja gerade Fußball Champions League.
00:25:23: also muss ich jetzt lustig sein und mich freuen das mein Verein nicht rausgeflogen ist.
00:25:31: Das Ziel ist es aber frei zu sein als freier Mensch durchs Leben zu gehen.
00:25:39: Jetzt könnten die Frauen sich freuen und sagen ja super wir sind auf einem guten Weg, weil Frauen machen es sich hier leichter.
00:25:46: Sobald ein Problem auftaucht haben sie eine gute Freundin mit der Sie über diesen ganzen Krämpel reden können und wenn sie mit ihrer Freundin nicht darüber reden können, weil das zum Beispiel ihre Freundin betrifft dann haben sie Immer noch die Möglichkeit, sich professionelle Hilfe zu holen.
00:26:04: Das machen Frauen viel schneller und viel leichter als sich Männer damit tun.
00:26:09: Aber liebe Frauen freut euch nicht zu früh.
00:26:11: Die Tatsache über seine Gefühle zu reden Mit anderen seine Gefüle zu teilen heißt noch lange nicht Sich auch damit oder dadurch befreien zu können.
00:26:23: Freie werde ich erst wenn Ich verstehe warum Ich bestimmte Gefühle habe.
00:26:33: Und das hat egal, ob Mann oder Frau niemals mit irgendwelchen Ereignissen im Außen zu tun!
00:26:43: Die Art und Weise wie ich fühle, hat immer etwas mit mir selbst zu tun... Da werde ich aber heute nicht weiter darauf eingehen.
00:26:54: Das ist ein Thema für eine extra Folge, vielleicht mache ich darüber die nächste Folge, denn das ist ein ganz ganz wichtiger Punkt!
00:27:03: Mir geht es heute erst mal nur darum zu erklären wie sehr ich mich ja gefreut habe, gefreud in Anführungszeichen, aber wie spannend Ich finde dass wir Männerwege finden uns zu helfen.
00:27:18: auf die wäre ich gar nicht gekommen.
00:27:20: Und als mein Friseur mir diese Geschichte erzählt hat, ist alles auf einmal... ...ist es mir wie Schuppen aus den Haaren gefallen und hatte dieses Bild vor Augen von Männern die sich in einem bequem Sessel zugedeckt mit einem Plastikumhang leicht nach hinten gelehnt doch etwas fallen lassen können.
00:27:43: Den Friseure als eine Art Therapie sehen und auch so annehmen.
00:27:52: Und jetzt liebe Psychotherapeuten und Psychologen, bitte nicht die Hände über dem Kopf zusammenschlagen.
00:27:57: Anklagend rumlaufen und sagen ja aber der Friseur hat gar nichts gelernt hier von Psychologie.
00:28:03: ich habe Psychologie in Soziologie studiert und hab lange gearbeitet in den Beruf.
00:28:08: Der kennt sich doch gar nicht aus!
00:28:11: Nein es geht hier nicht um Therapie.
00:28:16: Es geht hier einzig und allein darum dass der Mann dadurch ein Weg findet, etwas auszusprechen wofür er sonst niemanden hat.
00:28:29: Der Friseur als Zuhörer nicht als Therapeut und das liebe ungewöhnliche Männer ist schon eine ganz ganz tolle Geschichte denn es reicht häufig aus erst einmal die Dinge die einen beschäftigen einfach nur mal auszusprechen.
00:28:57: Es geht nicht darum, irgendetwas zu verändern oder zu therapieren.
00:29:02: es geht einfach nur einmal darum die Sachen, die ein Beschäftigen einfach mal laut auszusprechen.
00:29:13: jemanden gegenüber laut auszu sprechen der nur zuhört Geht nicht darum sofort dann den Rat zu haben, was ich tun soll und was soll ich nicht tun?
00:29:21: Und wie soll ich das verändern sondern einfach nur mal zuhören.
00:29:26: Ich weiß aus eigener Erfahrung dass das ein ganz ganz wundervolles Mittel ist.
00:29:32: und alleine das Dinge laut auszusprechen die ich normalerweise niemals aussprechen würde Das hat schon eine heilende Wirkung.
00:29:44: Liebe ungewöhnliche Männer Sollt ihr also nach einem Ventil suchen Und, solltet ihr auch noch Haare auf dem Kopf haben?
00:29:55: In dem musste ich jetzt los werden.
00:29:57: Ein guter Freund von mir den ich jetzt in Heilbronn besucht habe vor ein paar Wochen, der hat dieses Thema nicht mehr dass er zum Regelmäßig zum Friseur muss aber für diejenigen ungewöhnlichen Männer die noch über einen gesunden Harwuchs verfügen.
00:30:13: vielleicht ist ja der Friseure Eures Vertrauen seine Möglichkeit emotionalen Druck loszuwerden, einfach mal zu erzählen wie es in euch aussieht.
00:30:25: Jetzt kenne ich natürlich eure Friseure nicht!
00:30:28: Ich kann's bei meinem nur wärmstens empfehlen.
00:30:31: ein ganz ganz wundervoller Mensch der wundervoll zuhören kann und dabei auch noch ganz ganz Wunder voll Haare schneiden kann... Der Mann und der Friseur.
00:30:46: Ja, mit diesem spannenden Gedanken möchte ich den Reigen neuer Folgen meines Podcasts eröffnen.
00:30:56: Ich habe auch noch zwei drei Ideen was sich noch zusätzlich machen könnte und was ich mal ausprobieren werde.
00:31:06: das wird sich in der Zukunft ergeben wie ich diesen Bereich jetzt noch erweitern werde.
00:31:13: Für heute soll es das erste Mal gewesen sein.
00:31:17: Vielen Dank, dass du mit dabei warst!
00:31:20: Vielen Dank für deine, vielen Dank für eure Aufmerksamkeit.
00:31:25: Wir hören uns bei der nächsten Folge.
00:31:28: Bis dahin eine gute Zeit.
00:31:31: Danke fürs Zuhören Euer Christian Aufenkolg.
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